Google Penguin

Penguin im Kernalgorithmus - Grundsätzliches zu Google Penguin

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Derzeit ist Google Penguin in der Szene wieder ein brandaktuelles Thema. Bereits im Jahr 2012 war das Penguin Update von Google eine bahnbrechende Neuerung der Algorithmen der größten Suchmaschine der Welt. Mit Penguin versucht Google das übermäßige Präparieren von Websites im Rahmen einer Suchmaschinenoptimierung als Mittel zur positiven Beeinflussung des Suchmaschinenrankings einzuschränken bzw. zu verhindern. Im Laufe der Zeit wurden weitere kleinere Versionen des Penguin-Upates von Google ausgerollt. Ganz aktuell ist die neuste Fassung aus September 2016, nämlich Penguin 4.0. Welche Auswirkungen die gegenwärtige Neuerung des Penguin-Algorithmus mit sich bringt, wird nachfolgende etwas näher erläutert.

Was Google mit dem Penguin Update bewirken möchte

Die Intuition, die hinter dem Penguin Update von Google steckt, ist das Eindämmen oder Verhindern von Ergebnismanipulationen des Suchmaschinenrankings. Um zu vermeiden, dass durch übertriebene Suchmaschinenoptimierung die Positionen von Websites innerhalb der Ergebnisliste maßgeblich beeinflusst werden, veröffentlicht Google die exakten Parameter, die mit dem Suchalgorithmus im engen Zusammenhang stehen, nicht. Zwar beharrt Matt Cutts, der Leiter des Google Webspam-Teams, darauf, dass als Voraussetzung für eine gute Platzierung im Google-Ranking die Qualität des Inhalts einer Interseite im Vordergrund steht, dennoch lässt sich die Relevanz von künstlichen Verbesserungsmöglichkeiten nicht leugnen.

Im Rahmen einer OnPage- bzw. OffPage-Optimierung ist es durchaus möglich, auf verschiedene Variablen, die für das Ranking eine wichtige Rolle spielen, geschickt Einfluss auszuüben. So ermöglicht eine durch eine professionelle OnPage-Optimierung überarbeitete Website mit deren qualifiziertem Inhalt sowie einer vorteilhaft ausgerichteten Formatierung und fachkundigem Quellcode Google bzw. dem Webcrawler von Google eine deutlich verbesserte Auffindbarkeit der Seite im Netz und eine wesentliche Erleichterung der Einlesbarkeit. Zudem sorgen klug angelegte Backlinkstruktueren im Zuge einer fachmännischen OffPage-Optimierung für Vorteile bei der Klassifikation der betreffenden Homepage und ihrer Unterseiten.

Konsequenzen des Google Penguin Updates

Wie bereits erwähnt, sollen Maßnahmen, die zu einer künstlich herbeigeführten Topplatzierung im Suchmaschinenranking maßgeblich beitragen, mit Hilfe des Penguin-Algorithmus von Google verhindert werden. Webseiten, die durch zahlreiche überoptimierte Variablen auffallen, werden von Google abgestraft. Die Abstrafung durch Google reicht von einer drastischen Deklassierung bzw. Herabstufung des Webseitenrankings in der Ergebnisliste bis hin zur völligen Desindexierung aus dem Suchmaschinenindex. Die genauen Bewertungskriterien innerhalb von Google Penguin sind zwar nicht bekannt, jedoch wurden in einer Erklärung aus dem April 2012 das sogenannte Keyword-Stuffing (Übermäßige Verwendung irreführender Schlagwörter) sowie das Auftreten unnatürlicher Linkprofile konkret benannt.

Google stützt seine Vorgehensweise zur Klassifizierung im Ranking auf mehr als 200 unterschiedliche Signale zur Bewertung von Websites. Der Penguin-Algorithmus ist eines davon und seit dem Jahr 2012 aktiv. Nun – im September 2016 – erscheint die Version 4.0 des Penguin-Updates von Google.

Penguin 4.0 – Neuer Bestandteil der Core-Algorithmis von Google

aut einer offiziellen Stellungnahme von Google treten mit der Neuauflage des Penguin-Updates verschiedene Aktualisierungen in Kraft. Penguin dient nun als neuer Teil des Kern-Algorithmus als eines von zahlreichen permanenten Signalen der von Google etablierten Algorithmen zur Bewertung von Websites und deren Ranking in der Ergebnisliste der Suchmaschine. Ab dem Zeitpunkt der aktuellsten Updateversion existiert der Penguin-Algorithmus nun in sämtlichen Sprachen. Die Auswirkungen im Zusammenhang mit von Spam betroffenen Websites werden zudem präziser. Eine Ranking-Adaption erfolgt nunmehr anhand von konkreten Spamsignalen und wirkt sich nicht mehr – wie bisher üblich – auf eine komplette Website aus.

Doch der für die Webseitenbetreiber sicherlich entscheidende Faktor ist der ab sofort gültige Einsatz von Penguin in Echtzeit. Konkret bedeutet das, dass durch die Aufnahme des Penguin-Signals in den Kern-Algorithmus von Google Webseiten nun in Echtzeit auf Spam hin untersucht werden. Dadurch können Veränderungen deutlich schneller erfasst werden und Auswirkungen treten gegebenenfalls unverzüglich in Kraft, und zwar unmittelbar nach erneutem Crawlen und Indexieren der entsprechenden Internetseite. Informationen über Aktualisierungen von Penguin seitens Google sind nun überflüssig, da Penguin ja als dauerhafter Bestandteil des Kernalgorithmus nun ohnehin permanent integriert ist und zum Einsatz kommt.

Die Konsequenz für Webseitenbetreiber ist klar: eine noch bessere und beständigere Überarbeitung der einzelnen Parameter der eigenen Website zur Vermeidung von Spam! Wer diese Kriterien nicht ernst nimmt oder vernachlässigt, der läuft Gefahr, von Google unverzüglich abgestraft zu werden. Google möchte durch diese Maßnahme natürlich weiterhin auf die Qualität der Webseiteninhalte Einfluss ausüben und die Webseiteninhaber zur besonderen Vorsicht und Sorgfalt bei der Pflege ihrer Internetseiten anhalten.