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Kurz gesagt

Das World Wide Web ist ein Dienst im Internet, mit dem sich Dokumente über Hyperlinks miteinander verbinden lassen. Du rufst eine Adresse auf, dein Browser holt die Seite von einem Server und zeigt sie an. Erfunden hat es Tim Berners-Lee ab 1989 am CERN in Genf.11

So funktioniert es in drei Schritten:

  1. Adresse: Jede Seite hat eine eindeutige URL – sie sagt, wo das Dokument liegt.
  2. Übertragung: Der Browser fragt beim Server nach, über HTTP beziehungsweise HTTPS.
  3. Darstellung: Der Server schickt HTML, der Browser baut daraus die Seite.

Das Wichtigste in 4 Punkten

1 von vielen

Internet und Web sind nicht dasselbe

Das Internet ist das Leitungsnetz, das Web einer von vielen Diensten darauf – neben E-Mail, Messengern und Streaming.

0 €

Das Web gehört niemandem

Am 30. April 1993 gab das CERN die Software gemeinfrei frei. Genau deshalb konnte es jeder benutzen und weiterentwickeln.12

1.290×

Es ist rasant schwerer geworden

Die erste Website war 2.392 Bytes groß. Eine typische Seite von heute ist rund 1.290-mal so schwer.53

5,9 %

Deutsch ist die drittwichtigste Sprache im Web

Hinter Englisch und Spanisch, mit 5,9 Prozent aller Websites.8

Inhalt

Grundlagen

Geschichte

Ordnung und Regeln

Zahlen und Größe

Zugang und Sicherheit

Praxis und Service

Grundlage

Was ist das World Wide Web?

Das World Wide Web ist ein System aus Dokumenten, die über Verweise miteinander verbunden sind und über das Internet abgerufen werden. Der Name bedeutet wörtlich „weltweites Netz“ – gemeint ist aber nicht das Leitungsnetz, sondern das Netz aus Verweisen zwischen den Dokumenten.

Die entscheidende Idee heißt Hypertext: Ein Text enthält Stellen, die auf andere Texte zeigen. Ein Klick genügt, und du bist woanders – auf demselben Server oder auf einem Rechner am anderen Ende der Welt. Vor dem Web gab es Dokumente in vielen unverbundenen Systemen; das Web hat sie zu einem einzigen begehbaren Raum gemacht.

Drei Bausteine machen das möglich, und alle drei stammen aus derselben Werkstatt:

  • URL – die eindeutige Adresse jedes Dokuments (Uniform Resource Locator).
  • HTTP – die Sprache, in der Browser und Server miteinander reden (Hypertext Transfer Protocol).
  • HTML – die Auszeichnungssprache, in der die Dokumente geschrieben sind (Hypertext Markup Language).

Berners-Lee hat alle drei zusammen mit dem ersten Browser und dem ersten Server entworfen. Diese Kombination – Adresse, Protokoll, Format – ist der eigentliche Kern des Webs. Wer sie verstanden hat, versteht das Web.

Woher der Name kommt

Berners-Lee erwog mehrere Namen, bevor er sich für „World Wide Web“ entschied – unter anderem „Mine of Information“ und „The Information Mine“. Durchgesetzt hat sich der Name, der die Struktur beschreibt statt den Inhalt: ein weltweites Gewebe aus Verweisen.

Was das Web nicht ist

Das Web ist keine Suchmaschine, kein Browser und kein Internet. Suchmaschinen und Browser sind Werkzeuge, um im Web zu navigieren. Das Internet ist die Infrastruktur darunter. Diese drei Verwechslungen sind so verbreitet, dass der nächste Abschnitt sich ganz der wichtigsten davon widmet.

Die Erde bei Nacht, über Europa ein Netz aus feinen roten Lichtfäden – das World Wide Web als weltweites Gewebe aus Verbindungen

Abgrenzung

Web oder Internet? Der wichtigste Unterschied

Der Merksatz: Das Internet ist das Netz. Das Web ist das, was darauf läuft.

Das Internet entstand ab 1969 als Arpanet und ist ein Zusammenschluss von Computernetzen, die sich auf gemeinsame Regeln geeinigt haben – vor allem auf TCP/IP. Es transportiert Datenpakete, ohne sich dafür zu interessieren, was darin steckt. Das World Wide Web kam zwanzig Jahre später dazu und ist einer von vielen Diensten, die diesen Transport nutzen.

Was sonst noch auf dem Internet läuft

Wenn du das Web schließt, ist das Internet nicht weg. Diese Dienste laufen daneben und benutzen das Web gar nicht oder nur als Verpackung:

  • E-Mail (SMTP, IMAP) – älter als das Web, funktioniert bis heute eigenständig.
  • Messenger wie WhatsApp oder Signal – eigene Protokolle, kein HTML.
  • Streaming von Video und Musik – oft über eigene Übertragungsverfahren.
  • Online-Spiele – eigene Verbindungen, meist ohne Browser.
  • Dateiübertragung (FTP, SFTP) und Fernwartung (SSH).
  • DNS – das Namenssystem, das aus suchhelden.de eine Zahlenadresse macht. Ohne DNS funktioniert auch das Web nicht, aber es ist kein Teil davon.

Warum die Verwechslung so hartnäckig ist

Für die meisten Menschen ist der Browser das Internet, weil sie darin fast alles erledigen. Das ist verständlich – aber es führt zu falschen Schlüssen. Wenn eine Website nicht erreichbar ist, ist deshalb noch lange nicht „das Internet kaputt“. Und wenn jemand sagt, er habe „etwas im Internet gefunden“, meint er fast immer: im Web.

Was worauf aufsetzt

World Wide Web

Websites, Web-Apps

E-Mail

SMTP, IMAP

Messenger

eigene Protokolle

Streaming

Video, Musik

Online-Spiele

eigene Verbindungen

Das Internet Weltweites Netz aus verbundenen Computernetzen · TCP/IP · seit 1969
Das Internet transportiert Datenpakete. Welcher Dienst sie schickt, ist ihm gleich. Das World Wide Web ist einer davon – der bekannteste, aber nicht der einzige.
InternetWorld Wide Web
Was es istweltweites Netz aus verbundenen ComputernetzenDienst, der auf dem Internet aufsetzt
Seit wann1969 als Arpanet, ab 1983 mit TCP/IPVorschlag 1989, öffentlich ab 1991
GrundregelnTCP/IPHTTP, HTML, URL
Was darüber läuftWeb, E-Mail, Messenger, Streaming, Online-Spiele, Dateiübertragung, SprachanrufeWebsites, Web-Anwendungen, Programmierschnittstellen
Bedienungfür Menschen nicht direkt sichtbarüber einen Browser
Erfunden vonvielen, vor allem Vint Cerf und Robert Kahn (TCP/IP)Tim Berners-Lee (mit Robert Cailliau)

Technik

Wie das Web funktioniert: URL, HTTP und HTML

Drei Dinge müssen zusammenkommen, damit du eine Seite siehst: eine Adresse, eine Übertragung und ein Format.

Die URL – die Adresse

Eine Webadresse ist kein durchgehender Text, sondern besteht aus klar getrennten Teilen. Jeder Teil hat eine Aufgabe.

HTTP und HTTPS – die Übertragung

HTTP regelt, wie Browser und Server miteinander sprechen. Der Browser stellt eine Anfrage („gib mir dieses Dokument“), der Server antwortet mit einem Statuscode und meist mit Inhalt. Die wichtigsten Statuscodes begegnen dir im Alltag:

  • 200 – alles in Ordnung, hier ist das Dokument.
  • 301 – dauerhaft umgezogen, hier ist die neue Adresse. Das ist der Code, mit dem saubere www-Weiterleitungen arbeiten.
  • 302 – vorübergehend woanders.
  • 404 – nicht gefunden.
  • 500 – Fehler auf dem Server.

HTTPS ist HTTP mit Verschlüsselung. Es sorgt dafür, dass niemand auf dem Weg mitlesen oder den Inhalt verändern kann, und es bestätigt, dass du wirklich mit dem Server sprichst, dessen Adresse in der Leiste steht. 90,0 Prozent aller Websites nutzen HTTPS inzwischen als Standard.7

HTML – das Format

HTML beschreibt, was etwas ist, nicht wie es aussieht: Das hier ist eine Überschrift, das ein Absatz, das ein Link, das ein Bild. Das Aussehen kommt getrennt davon aus CSS, das Verhalten aus JavaScript. Diese Trennung ist der Grund, warum dieselbe Seite auf einem Handy, einem Fernseher und in einem Vorleseprogramm funktioniert.

Ein Minimalbeispiel:

<!DOCTYPE html>
<html lang="de">
  <head><title>Meine Seite</title></head>
  <body>
    <h1>Überschrift</h1>
    <p>Ein Absatz mit einem <a href="/impressum.php">Link</a>.</p>
  </body>
</html>

Ein verbreiteter Irrtum: HTML hat heute keine Versionsnummern mehr. Nach HTML 4.01 (1999) und der XHTML-Zwischenzeit wurde HTML5 zu einem fortlaufenden Standard („Living Standard“), der von der WHATWG laufend weiterentwickelt wird. Angaben wie „aktuell ist HTML 5.2“ sind überholt.

https://www.suchhelden.de/lexikon/world-wide-web.php?quelle=newsletter#technik1Schemawie übertragen wird:verschlüsselt (HTTPS)2Subdomainein Unterbereichder Domain3Domainder registrierteName4Top-Level-Domaindie Endung: Landoder Art5Pfadwelches Dokumentauf dem Server6ParameterZusatzangaben, oftfür Auswertung7Sprungmarkeeine Stelle inner-halb der Seite
Jede Webadresse besteht aus denselben Bausteinen. Mit dem Werkzeug darunter kannst du eine beliebige Adresse zerlegen lassen.
TeilBeispielBedeutung
Schemahttps://Wie soll geholt werden? https heißt: verschlüsselt über HTTP
Subdomainwww.Ein Unterbereich der Domain – hier steckt das berühmte www
DomainsuchheldenDer Name, der registriert wurde
Top-Level-Domain.deDie Endung, hier die Länderendung für Deutschland
Pfad/lexikon/world-wide-web.phpWelches Dokument auf dem Server
Parameter?quelle=newsletterZusatzangaben, oft für Auswertung oder Filter
Sprungmarke#technikEine Stelle innerhalb des Dokuments

URL-Zerleger: Woraus besteht diese Adresse?

Füge eine beliebige Webadresse ein – sie wird in ihre Bestandteile zerlegt und erklärt.

Die Adresse wird nur in deinem Browser zerlegt. Nichts wird gespeichert oder übertragen.

Technik verstanden, Website trotzdem unsichtbar?

HTTP, HTML und Adressen sind die Grundlage. Damit daraus eine Website wird, die gefunden wird und verkauft, gehört mehr dazu.

Ein Bündel Glasfaserkabel im Dunkeln, durch die einzelnen Fasern laufen rote und weiße Lichtimpulse

Technik

Was passiert, wenn du eine Adresse eingibst

Zwischen dem Tippen und der fertigen Seite liegen sechs Schritte – meist in weniger als einer Sekunde.

  1. Adresse auflösen: Dein Gerät fragt einen DNS-Server, welche Zahlenadresse (IP) zu www.suchhelden.de gehört.
  2. Verbindung aufbauen: Der Browser baut eine Verbindung zu dieser IP auf – bei HTTPS zusätzlich einen verschlüsselten Kanal, wobei das Zertifikat des Servers geprüft wird.
  3. Anfragen: Der Browser schickt eine HTTP-Anfrage für das gewünschte Dokument.
  4. Antworten: Der Server antwortet mit Statuscode und HTML.
  5. Nachladen: Der Browser liest das HTML und merkt, dass Bilder, Stylesheets, Schriften und Skripte fehlen – und holt sie nach. Bei einer typischen Seite sind das rund 76 einzelne Anfragen.3
  6. Darstellen: Der Browser berechnet aus HTML und CSS die Anordnung, führt JavaScript aus und zeichnet die Seite.

Warum das praktisch wichtig ist: Jeder dieser Schritte kostet Zeit. Eine Weiterleitung fügt einen kompletten Durchlauf der Schritte 1 bis 4 hinzu – deshalb ist eine Weiterleitungskette mit drei Sprüngen spürbar langsamer als ein direkter Aufruf. Genau das prüft das Werkzeug im nächsten Abschnitt.

Von der Eingabe bis zur fertigen Seite

1 · Adresse auflösenDNS liefert die IP-Adresse zum Namen
2 · Verbindung aufbauenbei HTTPS zusätzlich Zertifikat prüfen
3 · AnfragenHTTP-Anfrage für das Dokument
4 · AntwortenStatuscode und HTML kommen zurück
5 · NachladenBilder, CSS, Schriften, Skripte – rund 76 Anfragen
6 · DarstellenAnordnung berechnen, Skripte ausführen, zeichnen
Sechs Schritte, meist in weniger als einer Sekunde. Jede Weiterleitung fügt die Schritte 1 bis 4 noch einmal hinzu.

Technik

Warum steht www vor Webadressen – und braucht man es noch?

Diese Frage stellen viele, und sie wird fast nirgends beantwortet. Deshalb hier ausführlich.

www ist eine Subdomain, kein Pflichtbestandteil

www ist technisch nichts anderes als ein Unterbereich einer Domain – wie shop. oder blog.. Es gehört nicht zum Namen der Domain und ist nicht vorgeschrieben. In den Anfangsjahren betrieben Organisationen auf derselben Domain mehrere Dienste und gaben ihnen sprechende Namen: ftp.beispiel.de für die Dateiablage, mail.beispiel.de für Post – und www.beispiel.de für den neuen Webserver. Die Konvention blieb, auch als fast nur noch das Web übrig war.

Mit oder ohne www – was ist besser?

Technisch ist beides in Ordnung. Wichtig ist nur: Entscheide dich für eine Variante und leite die andere dorthin weiter. Wenn beide Varianten dieselbe Seite ausliefern, ohne dass eine weiterleitet, existiert deine Seite aus Sicht von Suchmaschinen doppelt – mit allen Nachteilen, die das mit sich bringt.

Unsere Empfehlung für die meisten Unternehmen: Nimm die Variante, die du schon hast – ein Wechsel bringt keinen Vorteil, kostet aber Aufwand und Risiko. Wichtig ist nur, dass genau eine Variante das Ziel ist und alle anderen mit einem einzigen 301-Sprung dorthin führen.

Die vier Adressen, die jede Domain hat

Jede Domain ist über vier Varianten erreichbar, und alle vier sollten am selben Ziel enden:

  • http://beispiel.de
  • http://www.beispiel.de
  • https://beispiel.de
  • https://www.beispiel.de

Sauber eingerichtet heißt: Drei davon leiten mit einem 301 auf die vierte. Nicht sauber heißt: zwei liefern Inhalt aus, oder es braucht drei Sprünge bis zum Ziel.

Was das für Suchmaschinen bedeutet

Suchmaschinen behandeln beispiel.de und www.beispiel.de als zwei verschiedene Adressen. Liefern beide denselben Inhalt aus, muss die Suchmaschine raten, welche gemeint ist – und Verweise von anderen Websites verteilen sich auf zwei Adressen statt auf eine. Deshalb gehören zu einer sauberen Einrichtung immer drei Dinge: eine bevorzugte Variante, 301-Weiterleitungen von allen anderen und ein Canonical-Hinweis im HTML. Mehr dazu in unserer Leistung zur technischen Suchmaschinenoptimierung.

Mit oder ohne www – die Unterschiede

Mit wwwOhne www
Aussehentraditionell, bei älteren Zielgruppen vertrautkürzer, moderner
TechnischSubdomain: Weiterleitungen und Auslieferungsnetze (CDN) lassen sich flexibler einrichtenDomainwurzel: bestimmte DNS-Einträge (CNAME auf der Wurzel) sind nur mit Zusatztechnik möglich
Cookieskönnen auf die Subdomain begrenzt werdengelten leichter für alle Subdomains
Für wen geeignetgrößere Websites mit mehreren Subdomains, CDN-Einsatzkleine bis mittlere Websites, kurze Marken

www oder nicht? Der kurze Weg zur Entscheidung

Hast du schon eine Website?Ja → behalte die Variante, die du hast. Ein Wechsel bringt keinen Vorteil.
Neu, mit Subdomains oder CDN?Dann ist mit www technisch flexibler.
Neu, kleine Website, kurze Marke?Dann ist ohne www die kürzere, modernere Wahl.
In jedem FallEine Zielvariante, alle anderen per 301 dorthin, Canonical setzen.
Die Entscheidung mit oder ohne www ist zweitrangig. Entscheidend ist, dass es genau eine Zielvariante gibt.

www-Check: Ist deine Domain sauber eingerichtet?

Prüft alle vier Varianten deiner Domain und sagt dir, ob sie an einem Ziel zusammenlaufen.

Gib eine Domain ein. Geprüft werden http://domain, http://www.domain, https://domain und https://www.domain.

Was der Check genau macht – und was nicht

Der Check ruft für jede der vier Varianten nur die Kopfdaten der Antwort ab (HEAD-Anfrage), folgt höchstens fünf Weiterleitungen und protokolliert die Kette. Er lädt keine Seiteninhalte, füllt keine Formulare aus und legt nichts an. Die geprüfte Domain wird nicht gespeichert. Interne Adressen (localhost, private IP-Bereiche) sind gesperrt. Pro Besucher ist eine Anfrage alle fünf Sekunden möglich.

Ampel: Grün – genau eine Endadresse, über HTTPS erreichbar, alle anderen Varianten leiten mit 301 dorthin. Gelb – Endadresse erreichbar, aber mehr als ein Sprung oder eine 302-Weiterleitung. Rot – zwei Varianten liefern Inhalt aus (doppelte Seite) oder eine Variante ist nicht erreichbar.

Es werden ausschließlich öffentlich abrufbare Kopfdaten geholt. Die geprüfte Domain wird nicht gespeichert.

Rückblick

Die Geschichte des Webs

Das Web hat ein genaues Geburtsdatum – und eine Vorgeschichte, die viel weiter zurückreicht.

Die Vorgeschichte des Hypertexts

Die Idee, Wissen über Verweise zu verbinden, ist älter als jeder Computer im heutigen Sinn. 1945 beschrieb Vannevar Bush in seinem Aufsatz „As We May Think“ eine Maschine namens Memex, in der Dokumente über assoziative Pfade verknüpft werden. 1965 prägte Ted Nelson das Wort Hypertext und arbeitete jahrzehntelang an seinem Projekt Xanadu. 1968 führte Douglas Engelbart in der später „Mother of All Demos“ genannten Vorführung ein System mit Maus, Fenstern und Verweisen vor. Das Neue an Berners-Lees Entwurf war nicht die Idee – sondern dass sie einfach genug war, um zu funktionieren.

1989: der Vorschlag

Am 12. März 1989 legte Tim Berners-Lee seinem Vorgesetzten am CERN ein Papier mit dem Titel „Information Management: A Proposal“ vor.11 Das Problem, das er lösen wollte, war ein sehr praktisches: Am CERN arbeiteten Tausende Forschende aus vielen Ländern mit unterschiedlichen Rechnern und Dateiformaten; Wissen ging verloren, wenn Menschen das Haus verließen. Der Kommentar seines Vorgesetzten Mike Sendall auf dem Deckblatt ist berühmt geworden: „Vague, but exciting“ – vage, aber spannend.

1990: Browser, Server, erste Seite

Ende 1990 waren die Teile fertig: der erste Webserver, die erste Fassung von HTML und HTTP – und ein Programm namens WorldWideWeb (später in Nexus umbenannt), das Browser und Editor zugleich war.13 Man konnte damit nicht nur lesen, sondern auch schreiben. Diese Doppelrolle ging später verloren und kam erst mit Redaktionssystemen und sozialen Netzwerken zurück.

1991: öffentlich

Am 6. August 1991 stellte Berners-Lee das Projekt in der Newsgroup alt.hypertext öffentlich vor und lud alle ein, mitzumachen.11 Von da an breitete sich das Web aus – zunächst in Forschungseinrichtungen.

1993: die Freigabe und der Durchbruch

Zwei Ereignisse in einem Jahr entschieden alles. Am 30. April 1993 erklärte das CERN die Web-Software für gemeinfrei: kostenlos nutzbar für jeden, ohne Lizenzgebühren.12 Und im selben Jahr erschien Mosaic, ein Browser, der Bilder direkt im Text darstellte und auf Windows, Mac und Unix lief. Mosaic war nicht der erste Browser – aber der erste, den man ohne Anleitung bedienen konnte.

Warum das Web gegen Gopher gewann

Zur gleichen Zeit gab es einen ernsthaften Konkurrenten: Gopher, entwickelt an der University of Minnesota. Gopher war übersichtlich, schnell und in Menüs organisiert – und 1993 verbreiteter als das Web. Dann kündigte die Universität an, für kommerzielle Nutzung Lizenzgebühren zu verlangen. Das Web war frei, Gopher nicht mehr. Innerhalb weniger Jahre war Gopher verschwunden. Es ist das klarste Beispiel dafür, dass die Freigabe von 1993 keine Nebensache war, sondern der entscheidende Schritt.

Zwei Spuren: das Internet und das Web

Internet und UmfeldWeb

20 Jahre
Vorlauf
1945Vannevar Bush beschreibt den „Memex“
1969Erste Verbindung im Arpanet
1983Umstellung auf TCP/IP
1998Google startet
2007Das iPhone erscheint
1989–1994Proposal am CERN, erster Browser, erste Website — 1993 gibt das CERN das Web frei, 1994 entsteht das W3C
2014HTML5 wird Empfehlung
20261,49 Mrd. Websites, 90 % über HTTPS
Das Internet ist zwanzig Jahre älter als das Web: Zwischen der ersten Arpanet-Verbindung (1969) und dem Proposal am CERN (1989) liegen genau zwei Jahrzehnte. Die Skala ist linear, die Auswahl der Ereignisse gekürzt.
JahrMeilenstein
1945Vannevar Bush beschreibt mit dem „Memex“ die Idee verknüpfter Dokumente
1965Ted Nelson prägt den Begriff Hypertext
1969Erste Verbindung im Arpanet – der Vorläufer des Internets
1983Das Arpanet stellt auf TCP/IP um – das Internet, wie wir es kennen, entsteht
12.03.1989Berners-Lee legt am CERN seinen Vorschlag vor
1990Erster Webserver, erster Browser („WorldWideWeb“), erste Website
06.08.1991Öffentliche Ankündigung in der Newsgroup alt.hypertext
1992Line-Mode-Browser und Viola – das Web verlässt das CERN
30.04.1993Das CERN gibt die Web-Software gemeinfrei frei
1993Mosaic macht das Web für alle bedienbar
1994Gründung des W3C am MIT
1998Google startet – Suche wird zum Einstiegspunkt
2004Der Begriff „Web 2.0“ verbreitet sich; Mitmach-Plattformen wachsen
2007/2008Smartphones machen das Web mobil
2014HTML5 wird als Empfehlung veröffentlicht; später wird HTML fortlaufender Standard
2017Tim Berners-Lee erhält den Turing Award
ab 2023KI-Assistenten beantworten Fragen direkt – ohne Klick auf eine Website

Erste Schritte

Die erste Website

Die erste Website der Welt lief auf einem NeXT-Rechner am CERN und beschrieb – das Web. Sie erklärte, was das Projekt ist, wie man einen eigenen Server aufsetzt und wie Hypertext funktioniert. Das CERN hat sie unter ihrer ursprünglichen Adresse wieder verfügbar gemacht, so dass man sie bis heute aufrufen kann.

Wie groß war sie? Wir haben nachgemessen. Am 18. September 2026 haben wir die Nachbildung im Browser aufgerufen und ausgewertet.5

Warum sie so klein war: Es gab noch kein <img>-Tag. Bilder konnten in Webseiten schlicht nicht eingebettet werden – das kam erst 1993 mit Mosaic. Die erste Website war reiner, verknüpfter Text. Genau das war die Idee.

Datengrafik · Seitengewicht im Vergleich

1991 gegen heute

Erste Website, 1991 2,4 KB
Typische Webseite, 2026 3.015,5 KB

1.290-fach

so schwer wie die erste Website. Median Desktop.36 Der rote Balken ist zwei Pixel breit – maßstabsgetreu.

Die Messwerte im Einzelnen

Messwerte der ersten Website, gemessen am 18.09.2026
MerkmalWert
Größe des HTML-Dokuments2.392 Bytes
Wörter165
Links25
Bilder, Stylesheets, JavaScriptje 0

Menschen

Die Menschen hinter dem Web

Tim Berners-Lee, geboren 1955 in London, arbeitete als Softwareentwickler am CERN, als er den Vorschlag schrieb. Er entwarf URL, HTTP und HTML, programmierte den ersten Browser und den ersten Server – und verzichtete darauf, das Ganze zu patentieren. 1994 gründete er das World Wide Web Consortium (W3C) und leitete es bis 2023. Er wurde von der britischen Königin zum Ritter geschlagen und erhielt 2017 den Turing Award, die höchste Auszeichnung der Informatik.14

Robert Cailliau, belgischer Informatiker am CERN, war der Mitstreiter der ersten Stunde. Er half, den Vorschlag innerhalb des CERN durchzusetzen, und war maßgeblich daran beteiligt, dass die Software 1993 freigegeben wurde. Ohne ihn wäre das Web vermutlich ein internes Werkzeug geblieben.

Marc Andreessen und Eric Bina entwickelten 1993 am NCSA der University of Illinois den Browser Mosaic, der das Web aus der Forschung heraus in die Öffentlichkeit trug.

Das Web ist kein Werk eines einzelnen Genies. Es ist das Ergebnis einer Idee, die alt war, einer Umsetzung, die einfach genug war, und einer Entscheidung, sie zu verschenken.

Wer was beigetragen hat

  1. TBL
    Tim Berners-LeeCERN · 1989–1994

    Schrieb den Vorschlag, entwarf URL, HTTP und HTML, programmierte den ersten Browser und den ersten Server. Gründete 1994 das W3C.

  2. RC
    Robert CailliauCERN · 1990–1993

    Setzte den Vorschlag im Haus durch und war maßgeblich daran beteiligt, dass die Software 1993 freigegeben wurde.

  3. MA
    Marc AndreessenNCSA · 1993

    Entwickelte mit Eric Bina den Browser Mosaic – der Schritt, mit dem das Web die Forschung verließ.

  4. EB
    Eric BinaNCSA · 1993

    Schrieb den größten Teil des Mosaic-Codes. Der stille Anteil an der Verbreitung des Webs.

  5. VOR
    Die Vorarbeit1945 · 1965 · 1968

    Vannevar Bush (Memex), Ted Nelson (das Wort Hypertext), Douglas Engelbart (Maus, Fenster, Verweise).

Eigentum

Wem gehört das World Wide Web?

Niemandem. Das ist keine Floskel, sondern eine juristische Tatsache mit Datum: Am 30. April 1993 unterzeichnete das CERN ein Dokument, das die Web-Software gemeinfrei stellte – ohne Lizenzgebühren, für jeden Zweck.12 Später stellte das CERN den Code zusätzlich unter eine offene Lizenz.

Das heißt nicht, dass es im Web keine Eigentümer gäbe:

  • Domains werden nicht gekauft, sondern registriert – auf Zeit, über eine Vergabestelle. Für .de ist das die DENIC.
  • Inhalte gehören denen, die sie erstellt haben. Urheberrecht gilt im Web wie überall.
  • Server und Leitungen gehören Unternehmen, Universitäten und Staaten.
  • Die Standards gehören niemandem, werden aber von Gremien gepflegt – dazu der nächste Abschnitt.

Die Unterscheidung ist wichtig: Die Bauanleitung des Webs ist frei. Die Gebäude, die damit errichtet wurden, sind es nicht.

Regeln

Wer macht die Regeln?

Vier Organisationen teilen sich die Arbeit. Sie werden oft verwechselt, machen aber sehr Verschiedenes.

  • Niemand kann etwas erzwingen. Standards setzen sich durch, weil Browserhersteller sie umsetzen und Entwicklerinnen sie benutzen.
  • Das ist die Stärke des Webs – niemand kann es abschalten.
  • Und seine Schwäche: Wenn wenige große Browserhersteller etwas nicht umsetzen, existiert es praktisch nicht.
Zuständigkeiten der vier Organisationen
OrganisationZuständig für
W3CWeb-Standards rund um Darstellung, Zugänglichkeit und Daten
WHATWGHTML und DOM als fortlaufender Standard
IETFdie Protokolle darunter
ICANNNamen und Adressen

Wer welche Beispiele verantwortet

W3C CSS, WCAG (Barrierefreiheit), SVG, WebAuthn
WHATWG der HTML Living Standard
IETF HTTP/1.1, HTTP/2, HTTP/3, TLS, TCP/IP
ICANN Vergabe von Top-Level-Domains, Aufsicht über das DNS-Wurzelsystem
Die Erde bei Nacht über dem Nordatlantik, rote Lichtbögen verbinden die Küsten Nordamerikas und Westeuropas

Leitsatz 1

Für alle Menschen nutzbar

Leitsatz 2

Auf allen Geräten funktionieren

Leitsatz 3

Ein Web des Vertrauens

Zielgruppen

Web 1.0, Web 2.0, Web 3.0

Die Einteilung in Generationen ist keine offizielle Versionierung, sondern eine nachträgliche Beschreibung. Trotzdem ist sie nützlich, weil sie zeigt, wie sich die Rolle der Nutzenden verändert hat.

Wichtige Abgrenzung: „Web 3.0“ und „Web3“ sind nicht dasselbe. Web 3.0 meint in der ursprünglichen Bedeutung von Berners-Lee das „semantische Web“: maschinenlesbare Bedeutung von Inhalten. Web3 bezeichnet dagegen die Idee eines Webs auf Blockchain-Grundlage mit dezentralen Anwendungen und Kryptowährungen. Wer die Begriffe vermischt, redet aneinander vorbei.

PhaseZeitraumKennzeichenRolle der Nutzenden
Web 1.0ca. 1991–2003statische Seiten, Verzeichnisse, Homepages, Gästebücherlesen
Web 2.0ca. 2004–2015Plattformen, Blogs, soziale Netzwerke, Wikis, Kommentarelesen und schreiben
Web 3.0ca. 2016–heutemobile Nutzung, Programmierschnittstellen, semantische Daten, personalisierte Empfehlungenlesen, schreiben, dauernd Daten liefern
KI-Webab ca. 2023Assistenten fassen Inhalte zusammen und antworten direktfragen – oft ohne die Quelle zu sehen

Zahlen

Das Web in Zahlen

Alle Werte mit Stand und Quelle. Sie ändern sich – deshalb steht bei jeder Zahl, woher sie kommt und wann sie erhoben wurde.

Zur Einordnung der Website-Zahl: „1,49 Milliarden Websites“ heißt nicht „1,49 Milliarden aktive Angebote“. Netcraft zählt Hostnamen, die auf einen Webserver antworten – darunter sind sehr viele geparkte Domains, Weiterleitungen und automatisch erzeugte Subdomains. Die Zahl der Websites mit regelmäßig gepflegten Inhalten liegt um ein Vielfaches niedriger. Wer mit dieser Zahl argumentiert, sollte das dazusagen.

Warum Deutsch auf Platz 3 wichtig ist: Gemessen an der Zahl der Sprecher müsste Deutsch deutlich weiter hinten liegen. Dass es das nicht tut, heißt: Der deutschsprachige Teil des Webs ist überdurchschnittlich gut ausgebaut. Für Unternehmen im deutschsprachigen Raum bedeutet das gleichzeitig starken Wettbewerb um Aufmerksamkeit – und eine gute Ausgangslage, weil KI-Assistenten für deutsche Fragen auf deutsche Quellen zurückgreifen können.

1,49 Mrd.WebsitesNetcraft, Juli 20262
74 %der Menschen weltweit onlineITU, Nov. 20251
90,0 %der Websites nutzen HTTPSW3Techs, Sept. 20267
Platz 3für Deutsch als InhaltsspracheW3Techs, Sept. 20268
> 1 Bio.archivierte WebseitenInternet Archive, 20269
95,9 %der Startseiten mit BarrierefreiheitsfehlernWebAIM, Feb. 202610
Sechs Zahlen, die das heutige Web beschreiben – jede mit Stand und Primärquelle. Wir führen sie zweimal im Jahr nach. Die vollständige Liste steht in der Tabelle darunter.

Alle Zahlen mit Stand und Quelle

KennzahlWertStandQuelle
Menschen weltweit onlinerund 74 % der Weltbevölkerung (etwa 6 Milliarden)Nov. 2025ITU1
Menschen ohne Internetzugangmehr als ein Viertel der WeltbevölkerungNov. 2025ITU1
Websites1.494.915.628Juli 2026Netcraft2
Registrierte Domains305.348.459Juli 2026Netcraft2
Erreichbare Webserver14.772.048Juli 2026Netcraft2
Websites mit HTTPS als Standard90,0 %Sept. 2026W3Techs7
Häufigste InhaltsspracheEnglisch 49,5 %Sept. 2026W3Techs8
Deutsch im Web5,9 % – Platz 3 hinter Englisch und SpanischSept. 2026W3Techs8
Archivierte Webseitenüber 1 BillionSept. 2026Internet Archive9
Startseiten mit Barrierefreiheitsfehlern95,9 % der meistbesuchten 1 MillionFeb. 2026WebAIM10

Inhaltssprachen im Web (Anteil aller Websites)

Englisch
49,5 % Spanisch
6,0 % Deutsch
5,9 % Japanisch
4,9 % Französisch
4,5 %
Deutsch liegt auf Platz 3 – deutlich weiter vorn, als es die Zahl der Sprechenden erwarten ließe. Quelle: W3Techs, September 2026.8

Größenordnung

Wie groß ist das Web wirklich?

Die Zahl der Websites sagt wenig darüber, wie viel Inhalt tatsächlich existiert. Üblich ist eine Einteilung in drei Schichten.

  • Surface Web – alles, was Suchmaschinen finden und anzeigen können: öffentliche Seiten ohne Anmeldung, nicht durch Regeln vom Indexieren ausgeschlossen.
  • Deep Web – alles, was zwar im Web liegt, aber nicht in Suchergebnissen auftaucht: dein Postfach, dein Online-Banking, Firmenintranets, Datenbanken hinter Suchformularen, Inhalte hinter Bezahlschranken. Nichts davon ist verboten oder heimlich – es ist einfach nicht für alle zugänglich.
  • Dark Web – ein kleiner Teil, der nur über besondere Netzwerke wie Tor erreichbar ist und dessen Adressen nicht im normalen DNS stehen. Dort finden sich sowohl kriminelle Angebote als auch Werkzeuge für Menschen in Ländern mit Zensur.

Ehrlich zu den Größenverhältnissen: Die verbreitete Darstellung, das Deep Web sei „500-mal größer“ als das Surface Web, stammt aus einer Schätzung aus dem Jahr 2001 und lässt sich heute nicht belastbar überprüfen. Sicher ist nur die Richtung: Der frei durchsuchbare Teil ist der kleinere. Seriöse aktuelle Zahlen dazu gibt es nicht – wer welche nennt, sollte gefragt werden, woher sie stammen.

WASSERLINIE · WAS SUCHMASCHINEN INDEXIEREN Surface Web öffentlich, auffindbar Deep Web Postfächer, Banking, Intranets, Datenbanken, Bezahlschranken — nicht heimlich, nur nicht öffentlich Dark Web nur über besondere Netzwerke wie Tor erreichbar
Die Größenverhältnisse in dieser Darstellung sind nicht maßstabsgetreu. Belastbare aktuelle Messungen zum Verhältnis der drei Schichten gibt es nicht – die oft zitierte Zahl „500-mal größer“ stammt aus einer Schätzung von 2001.

Gewichtung

So ist eine Webseite gewachsen

Zwischen der ersten Website und einer heutigen liegt nicht nur Zeit, sondern ein Gewichtsunterschied, der schwer vorstellbar ist.

Von 2010 bis 2026 hat sich das Gewicht also versechsfacht.4 Gegenüber der ersten Website ist es rund das 1.290-Fache.6 Auf dem Handy sieht es kaum besser aus: 2.627,9 KB im Median.3

Woher das Gewicht kommt: Bilder und JavaScript machen zusammen rund zwei Drittel aus. HTML – der eigentliche Inhalt – ist mit 36 KB fast ein Rundungsfehler.3 Anders gesagt: 99 Prozent dessen, was übertragen wird, ist nicht der Text, den jemand lesen will.

Warum das mehr ist als eine Kuriosität: Schwere Seiten laden auf schlechten Verbindungen langsam, verbrauchen Datenvolumen und Strom und werden in Suchergebnissen schlechter bewertet. Der Rechner oben zeigt dir für deine eigene Seitengröße, was das praktisch bedeutet.

Median-Größe einer Webseite (Desktop)

1991
2,4 KB 2010
468 KB 2026
3.016 KB

Die Balken sind längentreu: 2,4 KB entsprechen 0,08 Prozent der Länge von 3.016 KB und sind deshalb kaum sichtbar – genau das ist die Aussage. Quellen: eigene Messung5 und HTTP Archive.3

Der Strich für 1991 ist kein Darstellungsfehler. Die erste Website war 2.392 Bytes groß.
JahrMedian-Seitengröße (Desktop)Entspricht
19912,4 KBdie erste Website – reiner Text mit 25 Links5
November 2010467,7 KBerste belastbare Messung des HTTP Archive4
August 20263.015,5 KBheutiger Median, davon allein 1.056 KB Bilder und 767 KB JavaScript3

Web-Gewicht-Rechner: Wie lange hätte deine Seite früher geladen?

Gib eine Seitengröße ein – der Rechner vergleicht sie mit der ersten Website und zeigt Ladezeiten von 1991 bis heute.

Woher die Zahlen stammen und wie gerechnet wird

Die erste Website haben wir am 18. September 2026 selbst gemessen: 2.392 Bytes HTML.5 Die Median-Größen stammen aus dem HTTP Archive, Messpunkt 1. August 2026.3 Die Ladezeit berechnet sich aus Größe × 8 ÷ Übertragungsrate, mit 15 Prozent Aufschlag für den Protokoll-Aufwand. Es handelt sich um eine Modellrechnung für die reine Übertragung – Verbindungsaufbau, Latenz und Serverzeit sind nicht enthalten, die tatsächlichen Zeiten lagen also höher.

Nichts wird gespeichert oder übertragen.

Rückblick

Das Web vergisst doch

„Das Internet vergisst nie“ – dieser Satz ist nur halb richtig. Er stimmt für das, was man loswerden möchte. Für alles andere gilt das Gegenteil: Inhalte verschwinden ständig.

Linkfäule (englisch link rot) nennt man den Effekt, dass Verweise ins Leere laufen, weil die Zielseite umgezogen, umbenannt oder gelöscht wurde. Studien zu wissenschaftlichen Aufsätzen, Nachrichtenartikeln und Gerichtsurteilen zeigen seit Jahren dasselbe Muster: Je älter ein Verweis, desto wahrscheinlicher ist er tot.

Die Wayback Machine des Internet Archive speichert seit 1996 Kopien von Webseiten – inzwischen über eine Billion.9 Du kannst dort eine Adresse eingeben und sehen, wie eine Seite vor Jahren aussah. Für Recherche, Beweissicherung und Wirtschaftsgeschichte ist das unersetzlich.

Was das für Unternehmen bedeutet:

  • Alte Adressen nicht einfach löschen. Wenn eine Seite wegfällt, richte eine 301-Weiterleitung auf die inhaltlich nächstliegende Seite ein. Ein 404 wirft jeden Besucher und jeden Verweis weg.
  • Bei Relaunches die Adressstruktur planen, nicht nachträglich reparieren. Die häufigste Ursache für Sichtbarkeitsverluste nach einem Relaunch sind vergessene Weiterleitungen.
  • Eigene Inhalte sichern. Verlass dich nicht darauf, dass eine Plattform deine Beiträge dauerhaft aufbewahrt. Was dir wichtig ist, gehört auf deine eigene Domain.
  • Quellen archivieren. Wenn du in einem Text auf eine fremde Seite verweist, kann es sinnvoll sein, zusätzlich auf eine archivierte Fassung zu verlinken.

Barrierefreiheit

Zugang und Barrierefreiheit

Das Web sollte laut W3C für alle Menschen nutzbar sein. Zwei Zahlenreihen zeigen, wie weit der Weg noch ist.

Zugang: Rund 74 Prozent der Weltbevölkerung waren Ende 2025 online – das sind etwa sechs Milliarden Menschen. Mehr als ein Viertel der Menschheit ist damit nicht online. Die Unterschiede sind gewaltig: In Hocheinkommensländern sind 94 Prozent online, in Niedrigeinkommensländern 23 Prozent; in Afrika insgesamt 36 Prozent.1

Barrierefreiheit: Die WebAIM-Auswertung der Startseiten der meistbesuchten eine Million Websites fand im Februar 2026 auf 95,9 Prozent dieser Seiten automatisch erkennbare Verstöße gegen die Richtlinien WCAG 2 – im Schnitt 56,1 Fehler je Seite, 10,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Gleichzeitig wuchs die Zahl der Elemente je Startseite binnen eines Jahres um 22,5 Prozent auf 1.437.10 Die Seiten werden also schneller komplizierter, als die Fehler behoben werden.

Die häufigsten Fehler sind seit Jahren dieselben und alle leicht vermeidbar: zu geringer Farbkontrast, fehlender Alternativtext bei Bildern, Links ohne aussagekräftigen Text, Formularfelder ohne Beschriftung, fehlende Sprachangabe im HTML.

Rechtlich ist das in Deutschland seit dem 28. Juni 2025 für viele Unternehmen keine Frage des guten Willens mehr: Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz verpflichtet unter anderem Anbieter im elektronischen Geschäftsverkehr, ihre Angebote barrierefrei zu gestalten. Kleinstunternehmen sind für Dienstleistungen ausgenommen. Wer unsicher ist, ob er betroffen ist, sollte das prüfen lassen – dieser Abschnitt ersetzt keine Rechtsberatung.

Die fünf häufigsten Fehler

  • Zu geringer FarbkontrastGrauer Text auf hellem Grund – lesbar für manche, nicht für alle.
  • Fehlender AlternativtextEin Bild ohne Beschreibung ist für Screenreader nicht vorhanden.
  • Links ohne aussagekräftigen Text„hier klicken“ sagt nicht, wohin es geht.
  • Formularfelder ohne BeschriftungOhne Label weiß niemand, was in das Feld gehört.
  • Fehlende Sprachangabe im HTMLOhne lang spricht die Vorlesestimme die falsche Sprache.
Alle fünf sind automatisch prüfbar und ohne Neubau zu beheben. WebAIM fand sie im Februar 2026 auf 95,9 Prozent der geprüften Startseiten.

Ein starkes Team. Wir bauen und betreuen Websites

Von der Adressstruktur bis zur Ladezeit: Was hier erklärt wird, machen wir täglich für Kundinnen und Kunden.

Mitarbeiterin oder Mitarbeiter der SuchheldenMitarbeiterin oder Mitarbeiter der SuchheldenMitarbeiterin oder Mitarbeiter der SuchheldenMitarbeiterin oder Mitarbeiter der SuchheldenMitarbeiterin oder Mitarbeiter der SuchheldenMitarbeiterin oder Mitarbeiter der SuchheldenMitarbeiterin oder Mitarbeiter der SuchheldenMitarbeiterin oder Mitarbeiter der Suchhelden

Sicherheit

Sicherheit im Web

90,0 Prozent aller Websites liefern ihre Inhalte inzwischen standardmäßig über HTTPS aus.7 Das ist ein enormer Fortschritt – und wird häufig falsch verstanden.

Was das Schloss in der Adresszeile bedeutet:

  • Die Verbindung zwischen deinem Browser und dem Server ist verschlüsselt. Niemand im WLAN, beim Anbieter oder auf dem Weg kann mitlesen oder Inhalte verändern.
  • Der Server hat ein gültiges Zertifikat für genau diesen Domainnamen.

Worauf du stattdessen achten solltest: Steht in der Adresszeile wirklich die Domain, die du erwartest – und nicht eine ähnlich aussehende? Gibt es ein vollständiges Impressum? Passen Zahlungsarten und Preise zum Angebot? Das Schloss sagt nur etwas über den Transportweg, nicht über den Empfänger.

Was es nicht bedeutet:

  • Nicht, dass die Website seriös ist. Auch Betrugsseiten haben Zertifikate – sie sind kostenlos zu bekommen.
  • Nicht, dass deine Daten dort sicher gespeichert werden.
  • Nicht, dass die Seite frei von Schadsoftware ist.

Einwände

Kritik und Zukunft

Das Web im Zeitalter der KI-Antworten

Die größte Veränderung seit der Suchmaschine läuft gerade: KI-Assistenten beantworten Fragen direkt, indem sie Inhalte aus dem Web zusammenfassen. Für Nutzende ist das bequem. Für das Web ist es ein Eingriff in sein Grundprinzip.

Denn das Web funktioniert über Verweise: Ein Dokument zeigt auf ein anderes, und wer dem Verweis folgt, landet bei der Quelle. Eine KI-Antwort ersetzt diesen Schritt. Die Quelle wird gelesen, aber nicht besucht – und wer keinen Besuch bekommt, kann seine Arbeit nicht finanzieren. Wenn das dazu führt, dass weniger Menschen frei zugängliche Inhalte erstellen, entzieht sich das System langfristig die eigene Grundlage.

Was Unternehmen daraus praktisch folgern können: Inhalte müssen so gebaut sein, dass sie auch als zitierte Quelle funktionieren – mit klaren Antwortsätzen, nachprüfbaren Zahlen, Datum und Quellenangabe. Genau darum geht es bei der Sichtbarkeit in KI-Antworten und beim Ziel, in ChatGPT gefunden zu werden.

Tim Berners-Lee hat sein eigenes Werk mehrfach öffentlich kritisiert und 2019 mit dem „Contract for the Web“ einen Katalog von Grundsätzen für Regierungen, Unternehmen und Nutzende vorgelegt. Drei Kritikpunkte tauchen immer wieder auf:

  • Konzentration: Ein System, das jedem erlaubt zu veröffentlichen, hat dazu geführt, dass ein Großteil der Aufmerksamkeit auf wenigen Plattformen liegt. Wer dort ausgeschlossen wird, verliert seine Reichweite.
  • Werbefinanzierung: Weil Inhalte kostenlos sein sollen, wird mit Aufmerksamkeit bezahlt. Das erzeugt einen Anreiz, Menschen möglichst lange zu binden – nicht, sie möglichst gut zu informieren.
  • Datensammlung: Aus Verhalten lassen sich Profile bilden. Regeln wie die DSGVO setzen dem Grenzen, ändern aber nichts am Geschäftsmodell.

Unternehmen

Was das Web für Unternehmen bedeutet

Aus der Geschichte des Webs folgt eine sehr praktische Empfehlung: Was dir gehören soll, gehört auf deine eigene Domain.

Wenn du das nicht selbst machen willst: Wir bauen und betreuen Websites – von der Website-Erstellung über die technische Suchmaschinenoptimierung bis zur laufenden Betreuung als Online-Marketing-Agentur.

Die Domain ist der einzige Ort im Web, den du kontrollierst

Ein Profil auf einer Plattform kann gesperrt, umgestellt oder eingestellt werden; deine Domain nicht, solange du sie verlängerst.

Eine Adresse, keine vier

Lege fest, ob deine Seite mit oder ohne www erreichbar sein soll, und leite alles andere mit 301 dorthin. Der www-Check auf dieser Seite zeigt dir in fünf Sekunden, wie es bei dir aussieht.

HTTPS überall

, auch auf Seiten ohne Formular.

Keine Seite ohne Weiterleitung löschen

Jede tote Adresse wirft Besucher und Verweise weg.

Inhalte so bauen, dass sie zitierfähig sind

klare Antwort im ersten Satz, Zahlen mit Quelle, sichtbares Datum.

Barrierefreiheit einplanen

, nicht nachrüsten. Sie ist Pflicht für viele und nützt allen.

Zum Ausprobieren

Zum Ausprobieren: Zeitmaschine und Quiz

Web-Zeitmaschine: Wie alt war das Web, als du online gingst?

Wähle ein Jahr – du siehst, wie alt das Web damals war und was in diesem Jahr passierte.

19892026

Nichts wird gespeichert oder übertragen.

Web-Quiz: zehn Fragen

Sofortige Auflösung mit Erklärung. Keine Anmeldung, keine Auswertung.

0 von 10 beantwortet

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Irrtümer

Mythen und Irrtümer

„Internet und Web sind dasselbe.“

Nein. Das Internet ist das Netz, das Web einer von vielen Diensten darauf. E-Mail, Messenger und Streaming laufen ebenfalls über das Internet, aber nicht über das Web.

„Mosaic war der erste Browser.“

Nein. Der erste Browser hieß „WorldWideWeb“ und entstand 1990 – drei Jahre vor Mosaic. Mosaic war der erste Browser, der Bilder direkt im Text darstellte und dadurch massentauglich wurde.

„Das Web gehört einem Unternehmen oder einem Land.“

Nein. Das CERN hat die Software am 30. April 1993 gemeinfrei freigegeben. Genau das war der Grund für seinen Erfolg.

„Ohne www ist es keine richtige Webadresse.“

Nein. www ist eine Subdomain und rein optional. Entscheidend ist nur, dass eine der beiden Varianten das Ziel ist und die andere dorthin weiterleitet.

„HTML hat eine aktuelle Versionsnummer.“

Nicht mehr. Seit HTML5 wird HTML als fortlaufender Standard gepflegt – Angaben wie „HTML 5.2“ beschreiben einen historischen Zwischenstand.

„Das Internet vergisst nie.“

Nur teilweise. Peinliches bleibt oft auffindbar, nützliche Inhalte verschwinden dagegen ständig – siehe den Abschnitt zur Linkfäule.

Für die Schule

Für Schule und Referat

Kurzfassung in fünf Sätzen: Das World Wide Web ist ein Dienst im Internet, mit dem Dokumente über Hyperlinks verbunden und im Browser abgerufen werden. Tim Berners-Lee schlug es am 12. März 1989 am CERN vor; die erste Website ging 1990 online, am 6. August 1991 wurde das Projekt öffentlich. Es beruht auf drei Bausteinen: der Adresse (URL), dem Übertragungsverfahren (HTTP) und dem Dokumentformat (HTML). Am 30. April 1993 gab das CERN die Software gemeinfrei frei – deshalb konnte jeder sie nutzen, und deshalb setzte sich das Web gegen Konkurrenten wie Gopher durch. Heute antworten rund 1,5 Milliarden Hostnamen auf eine Webserver-Anfrage – darin sind viele geparkte Domains und Weiterleitungen enthalten, die Zahl gepflegter Angebote ist deutlich kleiner. Etwa 74 Prozent der Menschen weltweit sind online.

Zum Zitieren: Suchhelden-Redaktion: „World Wide Web: einfach erklärt“, suchhelden.de, zuletzt geprüft am 18. September 2026. Die Primärquellen stehen unten im Quellenverzeichnis – für eine Arbeit ist es besser, direkt auf diese zu verweisen.

Drei Aufgaben zum Weiterdenken:

  1. Erkläre den Unterschied zwischen Internet und World Wide Web anhand von drei Diensten, die nicht das Web benutzen.
  2. Die erste Website war 2,4 Kilobyte groß, eine heutige rund 3.000 Kilobyte. Nenne zwei Gründe für das Wachstum und eine Folge daraus.
  3. Das CERN hat das Web 1993 verschenkt. Diskutiere: Wäre das Web heute anders, wenn es lizenzpflichtig geblieben wäre? Beziehe den Fall Gopher ein.

Häufige Fragen

Häufige Fragen

Was ist das World Wide Web einfach erklärt?

Das World Wide Web ist ein Dienst im Internet, der Dokumente über Verweise miteinander verbindet. Du gibst eine Adresse in den Browser ein, dieser holt die Seite von einem Server und stellt sie dar. Erfunden wurde es ab 1989 von Tim Berners-Lee am CERN.

Was ist der Unterschied zwischen Internet und World Wide Web?

Das Internet ist das weltweite Netz aus verbundenen Computernetzen, das Daten transportiert. Das World Wide Web ist einer von vielen Diensten, die dieses Netz nutzen – neben E-Mail, Messengern, Streaming und Online-Spielen. Kurz: Das Internet ist die Straße, das Web ein Fahrzeug darauf.

Wer hat das World Wide Web erfunden?

Der britische Physiker Tim Berners-Lee. Er legte am 12. März 1989 am Forschungszentrum CERN in Genf einen Vorschlag vor und entwickelte bis Ende 1990 die drei Bausteine URL, HTTP und HTML sowie den ersten Browser und den ersten Server. Unterstützt wurde er maßgeblich von Robert Cailliau.

Wofür steht die Abkürzung WWW?

WWW steht für World Wide Web, auf Deutsch „weltweites Netz“. Gemeint ist das Netz aus Verweisen zwischen Dokumenten, nicht das Leitungsnetz des Internets.

Warum steht www vor Webadressen?

www ist eine Subdomain. In den Anfangsjahren wurden auf derselben Domain mehrere Dienste betrieben und mit sprechenden Namen unterschieden – ftp. für Dateien, mail. für Post, www. für den Webserver. Die Konvention blieb bestehen, obwohl sie technisch nicht nötig ist.

Brauche ich das www in meiner Domain noch?

Nein. Beide Varianten funktionieren. Wichtig ist nur, dass du dich für eine entscheidest und die andere mit einer 301-Weiterleitung dorthin führst – sonst existiert deine Seite für Suchmaschinen doppelt.

Wann wurde das World Wide Web erfunden?

Der Vorschlag stammt vom 12. März 1989. Ende 1990 liefen der erste Server und der erste Browser, die erste Website war ab Dezember 1990 abrufbar. Öffentlich angekündigt wurde das Projekt am 6. August 1991.

Was war die erste Website?

Eine Seite am CERN, die das Web-Projekt selbst beschrieb. Sie bestand aus 2.392 Bytes HTML, 165 Wörtern und 25 Links – ohne ein einziges Bild, weil Bilder in Webseiten damals technisch noch nicht vorgesehen waren.

Wem gehört das World Wide Web?

Niemandem. Das CERN gab die Software am 30. April 1993 gemeinfrei frei. Einzelne Domains, Inhalte, Server und Leitungen haben dagegen sehr wohl Eigentümer.

Wie funktioniert das Web technisch?

Über drei Bausteine: die URL als eindeutige Adresse, HTTP beziehungsweise HTTPS als Übertragungsverfahren zwischen Browser und Server und HTML als Format der Dokumente. Der Browser holt das HTML, lädt Bilder, Stylesheets und Skripte nach und berechnet daraus die Darstellung.

Was bedeutet HTTPS?

HTTPS ist die verschlüsselte Variante von HTTP. Sie verhindert, dass jemand auf dem Übertragungsweg mitliest oder Inhalte verändert, und bestätigt, dass der Server zur aufgerufenen Domain gehört. 90 Prozent aller Websites nutzen es als Standard. Es sagt nichts darüber aus, ob eine Website seriös ist.

Wie viele Websites gibt es?

Im Juli 2026 antworteten rund 1,49 Milliarden Hostnamen auf eine Webserver-Anfrage. Darin enthalten sind viele geparkte Domains und Weiterleitungen – die Zahl tatsächlich gepflegter Angebote ist deutlich kleiner.

Was ist das Deep Web?

Alles, was im Web liegt, aber nicht über Suchmaschinen gefunden werden kann: Postfächer, Online-Banking, Intranets, Datenbanken hinter Suchformularen, Inhalte hinter Bezahlschranken. Das ist weder heimlich noch verboten. Das Dark Web ist etwas anderes: ein kleiner Teil, der nur über besondere Netzwerke wie Tor erreichbar ist.

Was ist Web 3.0 – und was ist Web3?

Web 3.0 meint in der Bedeutung von Berners-Lee das semantische Web: Inhalte, deren Bedeutung Maschinen verstehen. Web3 bezeichnet dagegen die Idee eines Webs auf Blockchain-Grundlage. Die Begriffe klingen ähnlich und meinen Verschiedenes.

Belege

Quellen und Methodik

So arbeiten wir: Für diese Seite haben wir die 20 am besten platzierten Erklärseiten zum Thema in Deutschland und den USA vollständig ausgewertet und alle Zahlen an der jeweiligen Primärquelle geprüft. Die Größe der ersten Website haben wir selbst gemessen: Wir haben die vom CERN wieder verfügbar gemachte Fassung im Browser aufgerufen und die Größe des HTML-Dokuments, die Wortzahl sowie die Zahl der Links ausgelesen; Datum und Verfahren stehen bei der Quelle. Der Vergleichsfaktor zur heutigen Seite ergibt sich aus dieser Messung und dem Median des HTTP Archive. Wir überprüfen diese Seite mindestens zweimal im Jahr und führen die Zahlen dabei nach.

Hast du einen Fehler gefunden? Schreib uns an info@suchhelden.de – wir korrigieren und vermerken das Datum.

  1. ITU (Internationale Fernmeldeunion): Facts and Figures 2025 – Internetnutzung weltweit
    www.itu.int/itu-d/reports/statistics/facts-figures-2025/Daten Stand November 2025 · geprüft am 18.09.2026
  2. Netcraft: Web Server Survey – Zahl der Websites, Domains und erreichbaren Webserver
    www.netcraft.com/blog/web-server-survey/Erhebung Juli 2026 (Erhebung des Anbieters) · geprüft am 18.09.2026
  3. HTTP Archive: Page Weight – Median-Seitengröße und Zusammensetzung, Desktop und Mobil
    httparchive.org/reports/page-weightMesspunkt 01.08.2026 · geprüft am 18.09.2026
  4. HTTP Archive: Page Weight, Zeitreihe November 2010 bis August 2026
    httparchive.org/reports/page-weight2010–2026 · geprüft am 18.09.2026
  5. Eigene Messung der Suchhelden-Redaktion: Größe, Wortzahl und Linkzahl der vom CERN wieder verfügbar gemachten ersten Website (info.cern.ch), ausgelesen im Browser
    info.cern.ch/hypertext/WWW/TheProject.htmlgemessen am 18.09.2026 · Verfahren im Abschnitt „Quellen und Methodik“
  6. Eigene Rechnung: Verhältnis der Median-Seitengröße 2026 zur gemessenen Größe der ersten Website (3.015,5 KB × 1.024 ÷ 2.392 Bytes ≈ 1.291)
    auf dieser SeiteRechenweg offengelegt · Stand 2026
  7. W3Techs: Usage statistics of Default protocol https for websites
    w3techs.com/technologies/details/ce-httpsdefaulttäglich aktualisiert · Wert vom September 2026 · geprüft am 18.09.2026
  8. W3Techs: Usage statistics of content languages for websites
    w3techs.com/technologies/overview/content_languagetäglich aktualisiert · Wert vom September 2026 · geprüft am 18.09.2026
  9. Internet Archive: Wayback Machine – Zahl der archivierten Webseiten
    web.archive.org/Stand 18.09.2026 · geprüft am 18.09.2026
  10. WebAIM: The WebAIM Million 2026 – jährliche Auswertung der Startseiten der meistbesuchten 1 Million Websites
    webaim.org/projects/million/Erhebung Februar 2026 · geprüft am 18.09.2026
  11. CERN: A short history of the Web – Vorschlag vom 12.03.1989, erste Website 1990, öffentliche Ankündigung am 06.08.1991
    home.cern/science/computing/birth-web/short-history-web1989–1991 · geprüft am 18.09.2026
  12. CERN: The birth of the Web – Freigabe der Web-Software in die Gemeinfreiheit am 30.04.1993
    home.cern/science/computing/the-birth-of-the-web/30.04.1993 · geprüft am 18.09.2026
  13. CERN und Wikipedia: Geschichte der ersten Browser – „WorldWideWeb“ (1990, später „Nexus“), Line-Mode-Browser (1992), Viola (1992), Mosaic (1993)
    home.cern/science/computing/birth-web/short-history-web1990–1993 · geprüft am 18.09.2026
  14. ACM: A. M. Turing Award 2016 an Sir Tim Berners-Lee (verliehen 2017)
    amturing.acm.org/award_winners/berners-lee_8087960.cfm2017 · geprüft am 18.09.2026